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1 Einleitung"Wozu Chemie?" Der
Chemielehrer wettet um eine Tafel Schokolade, dass kein Schüler länger als
zwei Minuten ohne chemische Reaktion auskommen kann. Überprüfung: Wer kann länger als zwei Minuten die Atmung einstellen (Luft anhalten)? Die innere Atmung in den Körperzellen läuft permanent nach folgender Reaktionsgleichung: C6H12O6 + 6 O2 --> 6 H2O + 6 CO2 + E
Ziel der Atmung: Energiegewinnung, z.B. für Muskelkontraktionen Unzählige
weitere chemische Reaktionen (Herstellung von Sekreten, Hormonen, Enzymen;
Entgiftung von Abfallstoffen; ...) laufen pausenlos in unserem Körper ab! Auf viele künstlich hergestellte Substanzen der modernen Zivilisation möchte man nicht verzichten. Denken Sie an die vielen Substanzen, die Sie im Laufe eines Tages benutzen:
Schülerversuch 1: Worin unterscheiden sich physikalische und chemische Vorgänge? (Durchführung in Zweier-Gruppen) Anleitung: Brechen Sie zunächst einen Holzstab in Stücke, beobachten Sie die auftretenden Veränderungen. Verbrennen Sie anschließend eine Hälfte des Holzstabs und beobachten Sie die Veränderungen. Beobachtungen:
Lesen Sie dazu im Chemiebuch S. 11. Rot markierte und fett gedruckte Stellen im Buch sind besonders wichtig und werden für die Klassenarbeiten vorausgesetzt! Welche Beobachtungen liefern Hinweise auf chemische Reaktionen?
1.1 Stoffe und Stoffumwandlungen
Was aber ist ein Stoff?
Definition Stoff: ______________________________________________________________ _____________________________________________________________________________ 1.1.1 Eigenschaften von Stoffen(Lernzirkel: Erkennen von Stoffen)
Arbeitsanleitung: Auf den Tischen werden Materialkisten verteilt, die verschiedene Stoffe enthalten, die Sie auf verschiedene Art und Weise erkennen sollen. Bilden Sie 10 Schülergruppen und bearbeiten Sie nacheinander die Kisten. Vor dem Öffnen der Kisten gründlich die Arbeitsanleitung lesen und befolgen! Jede Gruppe bestimmt eine Versuchsperson, welche die Versuche durchführt, und eine Aufsichtsperson, die auf die Einhaltung der Anweisungen achtet (Rollen können getauscht werden). Sind Sie mit einer Kiste fertig, so legen Sie alle Materialien wieder hinein und prüfen auf Vollständigkeit (siehe Liste in der Kiste). Ergebnis der Untersuchungen: Stoffe können anhand folgender physikalischer und chemischer Eigenschaften bestimmt werden (vergleichen Sie Ihre Ergebnisse mit dem Buch S. 13 und ergänzen Sie):
1.1.2 Einteilung von Stoffen und Stoffgemischen nach ihrem AussehenLernzirkel: Erkennen von Stoffgemischen Aufgabe: Der Lehrer gibt 10 verschiedene Stoffe oder Stoffgemische aus. Ordnen Sie diese den unten aufgeführten Fachbegriffen zu. Erstellen Sie in einem zweiten Schritt eine Übersicht der Stoffe und Stoffgemische nach ihrem Aussehen und ihrer Trennbarkeit mit Hilfe des Buches S. 15 ff.
Fachbegriffe (unsortiert) für die Einteilung der Stoffe nach ihrem Aussehen
Stoff Suspension (fest-flüssig) Element fest-festes Gemisch Homogenes Stoffgemisch (besteht aus einer Phase) Reinstoff Lösung Emulsion (flüssig-flüssig) Heterogenes Stoffgemisch (besteht aus mind. 2 Phasen) Rauch (fest-gasförmig) Verbindung Nebel (flüssig-gasförmig)
1.1.3 Trennverfahren für StoffgemischeAufgabe: Trennen Sie ein Gemisch von Sand, Salz und Eisenkugeln! Informieren Sie sich zunächst über die möglichen Trennungsmethoden:
a) Trennung heterogener Stoffgemische aufgrund physikalischer Eigenschaften wie Größe und Dichte
Beschreiben Sie die folgenden drei Methoden ganz kurz mit Hilfe des Buches S. 15
b) Trennung homogener Stoffgemische aufgrund physikalischer Eigenschaften wie Siedetemperatur, Löslichkeit
Beschreiben Sie die drei Methoden mit Hilfe des Buches S. 15
c) Trennung von homogenen Stoffgemischen oder von Reinstoffen durch chemische Reaktion Die Trennung von Reinstoffen nennt man auch _____________________
Wie also trennen Sie ein Gemisch von Sand, Salz und Eisenkugeln?
Praktikum I1.1.4 Experiment zur Teilchenbewegung
Ziel des Experiments: Über die Beobachtung einer Reaktion von Ionen in wässriger Lösung kann abgeleitet werden, wie sich kleinste Teilchen bewegen.
Geräte- und Stoffliste: Petrischale, Spatel, dem. Wasser, Kaliumhexacyanoferrat,
Durchführung des Experiments: Eine saubere Petrischale wird etwa 0,5 cm hoch mit dest. Wasser befüllt. Erschütterungen des Bodens und der Tische werden tunlichst vermieden. In das Wasser wird auf die rechte Seite der Schale eine Spatelspitze Kaliumhexacyanoferrat ("Blutlaugensalz") gegeben. Auf die linke Seite wird ein Kügelchen Eisen (III)-chlorid gegeben. Der dritte Schüler notiert die Zeit vom Hineingeben der zweiten Substanz bis zum Sichtbarwerden der Farbe.
Versuchsskizze:
Beobachtungen: (Farbveränderungen, Ort der Farbveränderung, Zeit bis zum Entstehen der Farbe)
____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________ (Hinweis: bei der entstehenden Farbe handelt es sich um die Substanz Eisenhexacyanoferrat Fe4 [Fe(CN)6]3 x H2O, auch __________________________ genannt.)
Folgerungen
und ggf. weitere Fragen: (Reaktion? Wie und warum
bewegen sich Teilchen?) _____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
Diese Art des Stofftransports nennt man __________________________________________: Teilchen in Flüssigkeiten oder Gasen breiten sich gleichmäßig in jede Richtung des Raumes aus, und zwar von
____________________________________________________________________________
Ursache: alle Teilchen sind in ständiger Bewegung, sie haben eine bestimmte _________energie (=
______________ Energie). Sie stoßen dauernd aufeinander und breiten sich dadurch aus. Auch viele Stoffeigenschaften lassen sich hiermt erklären.
1.1.5 Aggregatzustände am Beispiel des Wassers
Frage: Wasser siedet an der Nordseeküste bei 100°C, auf dem Kilimandscharo (ca. 5900 m) in Afrika jedoch bereits bei 80 °C. Warum? ____________________________________________________________________________
____________________________________________________________________________
____________________________________________________________________________
1.1.6 Teilchenmodell der Materie
Alle Stoffe bestehen aus kleinsten Teilchen wie _____________________________________ Das Teilchenmodell hat sich bewährt, um viele physikalische und chemische Vorgänge zu erklären (z.B. Dampfdruck von Gasen in Behältern oder die Aggregatzustände). Modelle sind jedoch immer eine vereinfachte Abstraktion der Wirklichkeit und nicht die Wirklichkeit selbst. Erklärung der Aggregatzustände mit dem Teilchenmodell:
Frage: Wie ist das Sublimieren von Eis mit dem Teilchenmodell erklärbar?
1.1.7 Anorganische und organische Verbindungen
Im 18. Jh. gelang es nicht, Verbindungen der belebten Natur im Labor herzustellen. Man nahm an, daß solche Verbindungen nur mit Hilfe der Lebewesen (= Organismen) aufgebaut werden können. Befund: alle Stoffe des Tier- und Pflanzenreiches setzen beim Verbrennen CO2 und H2O frei. Sie alle enthalten das Element Kohlenstoff. C-haltige Stoffe bezeichnete man deshalb als .................................................................................................. . 1828 gelang Wöhler allerdings doch die Herstellung des organischen Stoffes Harnstoff CO(NH2)2, und heute gibt es viele künstlich hergestellte organische Stoffe. Dennoch wurde der Name organische Chemie für die Kohlenstoff-Verbindungen beibehalten, jedoch mit folgenden Ausnahmen (diese Stoffe haben eindeutig anorganische Eigenschaften):
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